

sforzatos thematische Programme mischen Berühmtes mit Bemerkenswertem. Die Zusammenstellung der Werke belebt nicht möglichst treu Historisches - wir empfinden uns nicht als Museumswärter und bedienen uns lieber der hohen Kunst als ihr einzig zu dienen. Sforzato bietet keine abstrakte Bildung, wir nehmen es lieber persönlich.
Peter Stein ist ein vielseitig interessierter Musiker. Violine studierte er an der Kölner Hochschule für Musik u.a. in der Klasse des Amadeus Quartetts. Er fühlt sich in Kammermusikensembles ebenso zuhause wie auf dem solistischen Parkett, im Orchester oder als Dozent für Violine oder Kammermusik. Zahlreiche Komponisten widmeten ihm eigene Werke. Er war 15 Jahre lang Mitglied des Verdi Quartetts, Köln, das ihn auf Tourneen durch die USA, Kanada, Korea und Europa führte. Von 1993-99 leitete Peter Stein eine Violinklasse an der Musikhochschule in Detmold. Er war Gast auf Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Salzburger Festspielen, Oregon-Bach-Festival (USA) und dem Europäischen Musikfest, Stuttgart. Als Konzertmeister arbeitete Peter Stein unter Sergiu Celibidache, Leonard Bernstein und Helmuth Rilling. Mit dem argentinischen Pianisten Leopoldo Lipstein bildet er seit vielen Jahren das “duo lirico”, das neben dem etablierten Repertoire, ähnlich wie sforzato, immer wieder neuartige und erhellende Zusammenstellungen eines Konzertprogramms sucht. 2003 gründete er die Papageno-Philharmoniker mit, ein Kinder- und Jugendprojekt der Papageno Musikschule in Köln Rondorf, deren künstlerische Leitung er im März 2008 übernahm. Seit 2001 ist er Konzertmeister der Bayer Philharmoniker, Leverkusen. Im selben Jahr erschien seine erste Solo CD als Teil eines Kunstbands mit Kompositionen zu den "sieben letzten Worten Jesu am Kreuz", einem Gemäldezyklus von Rolf Stein.
Nicole Ferrein studierte zunächst deutsche Literatur bei Prof. Erich Kleinschmidt und Mediävistik bei Prof. Elke Brüggen sowie Philosophie und Musikwissenschaft an der Kölner Universität, später konzentrierte sie sich auf Gesangspädagogik und Operngesang, zunächst an der Kölner Musikhochschule, später bei Jessica Cash in London. Als Konzertsängerin ist sie im klassisch-romantischen Repertoire ebenso zuhause wie in dem der Alten und zeitgenössischen Musik, ihr Repertoire reicht von Ockeghems bis Schnittkes Requiem. Neben Kantaten und Oratorien von Komponisten des deutschen Sprachraumes tritt sie im Jahreszyklus mit Lamentationen des französischen Barock auf und ist mit Programmen italienischer Barockmusik regelmäßiger Gast des Alte-Musik “Pfingtfestival in der Feldkirche” bei Neuwied. Als Performerin interessiert Nicole Ferrein sich für den experimentellen Einsatz der Stimme in neuer und improvisierter Musik. Sie arbeitete als Sprecherin und Sängerin für den SWR und ist seit 2000 Mitglied im Ensemble Tra I Tempi, das sich durch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen Neuer Musik profiliert.
Der Komponist, Chordirigent, Pianist und Musikpädagoge Michael Ostrzyga studierte unter anderem bei Peter Degenhardt (Klavier), Marcus Creed (Chordirigieren) und Friedrich Jaecker (Tonsatz). Wichtige Impulse für sein kompositorisches Schaffen gewann er aus der Zusammenarbeit mit den Komponisten Martin Herchenröder und George Crumb. Sein Repertoire reicht von Musik des Mittelalters bis hin zu neuester Musik. Als Klaviersolist, Organist, Kammermusiker, Liedbegleiter und Dirigent konzertierte er unter anderem in Minsk, Budapest, Nancy (Frankreich), Montepulciano, Bari und Wales. Er hat mit den Sängerinnen Eva Budde, Alexandra Bohnert und den Sängern Burkhard Zass und Philipp Langshaw zusammen gearbeitet. Beim Collegium musicum der Universität Bonn ist er seit 2002 als Dirigent und Korrepetitor tätig. Dessen Chor und Orchester dirigierte er in zahlreichen Konzerten, wie in einer viel beachteten Aufführung des Oratoriums Paulus von Felix Mendelssohn Bartholdy. Er gründete und leitete außerdem das Vokalensemble Con Moto in Dortmund und war musikalischer Leiter der Chorgemeinschaft St. Marien in Bonn sowie Assistent des musikalischen Leiters beim Gürzenich Chor Köln und bei der Kölner Kurrende. Seit WS 2005/2006 ist er Lehrbeauftragter für Tonsatz an der Hochschule für Musik Köln, Standort Wuppertal, seit Februar 2006 künstlerischer Leiter der Musikschule Papageno in Köln Rondorf.
Annette Reichwald wurde 1979 in Herdecke an der Ruhr geboren. Sie studierte an Musikhochschulen in Bremen, Leuven (Belgien) und Köln, bei Prof. Robert Winn und Berten D´Hollander. Bei Meisterkursen von Trevor Wye, Thadeus Watson, Carin Levine und Prof. Wolfgang Siggemann vertiefte sie ihre Studien am Instrument und nahm 1998 mit Erfolg am Internationalen Wettbewerb "Friedrich Kuhlau" in Uelzen teil. Annette Reichwald war lange Zeit als Orchestermusikerin tätig und konzertierte als Solistin u. a. mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker (Royal Albert Hall, London). Konzertreisen führten sie nach England, Amerika oder Brasilien. In ihrer kammermusikalischen Tätigkeit arbeitet sie mit mehreren Gitarristen zusammen, mit denen sie Werke verschiedener zeitgenössischer Komponisten uraufführte. Ihre enge Zusammenarbeit mit der Kompositionsklasse von Prof. Younghi Pagh-Paan (Hochschule für Künste, Bremen) machte viele Werke für diese Kammermusikbesetzung möglich. Seit 2002 ist sie außerdem als Dozentin für Querflöte und Kammermusik der Musikschule Papageno in Köln, der Rheinischen Musikschule Köln, der Kreismusikschule Viersen und der Musikschule des Kölner Domchores tätig.