

„Gleich ein paar Korken ließ das Ensemble ‚sforzato’ zu der Gratulationskur für einen gewissen Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus aus Salzburg knallen. „Enchanté Amadé!“ lautete das Motto eines glänzend präsentierten Programms.” Bonner Generalanzeiger, 26.6. 2006
Das Programm „Enchanté Amadé!” mischt Neues mit Bekanntem und Entdeckenswertem. Wie entwickelt man aber ein Geburtstagsprogramm für Mozart, ohne im Kielwasser der übrigen Geburtstagsfestivitäten mit zu schwimmen? Sforzato begibt sich auf Spurensuche.
Die Gesuchte Person scheint kein Gesicht zu haben. Das, was dem Publikum als Identifikationsmodell herhält, besteht schlicht aus einer x-beliebigen Perücke mit Zopf an schwarzer Schleife, dazu: Rokkokomäntelchen. Der Komponist verschwindet hinter seinem Werk. So blass das Bild, umso leuchtender wirkt die Musik, in die Mozart sich - neben Zeitgeist und Zeitgeschmack - eingeschrieben hat.
Die Spur, die hier aufgenommen ist, wird allerdings schnell zum verwirrenden Knäuel, das Deutungsspiel beginnt; Unzählige Deutungsmöglichkeiten stehen den vielfältigen musikalischen Äußerungen gegenüber. In der Vielfalt der zu Gehör gebrachten Werke, die mit Vertonungen von Briefpassagen durch zeitgenössische Komponisten die Wahrnehmung der Facetten Mozarts noch verfeinern, wird das Programm zu einer musikalischen Diskussion, die ebenso ernsthaft wie heiter ausgetragen wird.







